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Veranstaltungen Veranstaltungen 2026

Die Wirecard-Entscheidung des IX. Zivilsenats – Aktionärsschutz an den Grenzen des Insolvenzrechts

Am 8. September 2026 fand folgende Veranstaltung statt:

„Die Wirecard-Entscheidung des IX. Zivilsenats

Aktionärsschutz an den Grenzen des Insolvenzrechts“

Prof. Dr. Gregor Bachmann, LL.M.

Im Vorfeld der Entscheidung des BGH zur Rangstelle der Wirecard-Aktionäre hat es bereits intensive Diskussionen über die „richtige Entscheidung“ gegeben, wie es sie bei kaum einer anderen Entscheidung der letzten Jahre gegeben hat.  Dieser Befund hat sich auch nach der Entscheidung kaum geändert. Nach wie vor wird darüber gestritten, ob der IX. Senat richtig liegt, oder ob der II. Senat nicht entgegengesetzt entschieden hätte. Das deutet darauf hin, dass diese Frage wohl noch weiterhin virulent bleiben und in einem weiteren Fall vielleicht erneut – und mit angepasster Argumentation – in Karlsruhe vorgetragen werden wird.  Denn wie der Titel des Vortrags bereits andeutet: Es prallen bei dieser Frage zwei Rechtsgebiete aufeinander, die in ein Prioritätsverhältnis gesetzt werden müssen, für das es zumindest keine legislativen Vorgaben gibt. Infolgedessen müssen solche Vorgaben anderweitig im Recht gefunden werden. 

Dieser Aufgabe unterzieht sich Prof. Dr. Gregor Bachmann, LL.M., von der Humboldt-Universität zu Berlin. Als Unternehmensrechtler mit intensiven Kenntnissen des Insolvenzrechts ist er dafür ganz besonders geeignet. Man darf auf seine Analyse gespannt sein.

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Veranstaltungen Veranstaltungen 2026

Schuldner- und Insolvenzberatung bei Kleinselbstständigen

Am 2. Juni 2026 fand folgende Veranstaltung statt:

„Schuldner- und Insolvenzberatung bei Kleinselbstständigen

Wenn Theorie auf Praxis trifft unter besonderer Würdigung der Einziehung nach § 73 StGB“


Dipl. Kfm. Frank Wiedenhaupt

Eine Säule nachhaltiger Schuldnerberatung ist die Prüfung der bestehenden wirtschaftlichen Selbstständigkeit von Gewerbetreibenden und Freiberufler/innen auf ihre Zukunftsfähigkeit. Eine weitere tragende Säule der Beratung ist nachfolgend die Entschuldung der natürlichen Person ggf. mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens zu erreichen. Die Theorie dazu ist weitgehend geklärt, Gesetze und Rechtsprechung geben die rechtlichen Vorgaben dafür.

Und es könnte so einfach sein, wenn es bei allen Beteiligten nicht den menschlichen Faktor geben würde, der die ganze Sache so(oo) verkompliziert. Dabei zeigt sich, dass in nicht wenigen Fällen die Praxis andere Wege einschlägt, als die Theorie sie vorgibt.

Der Vortrag wird zeigen, wo die Herausforderungen für eine nachhaltige Schuldner- und Insolvenzberatung liegen und welchen Einfluss mittlerweile die Einziehung nach § 73 StGB auf eine vollständige Entschuldung von Kleinselbstständigen hat.

Der Referent:

Dipl. Kfm. Frank Wiedenhaupt berät seit Einführung der Insolvenzordnung schwerpunktmäßig Kleinselbstständige. Nach einem kurzen aber erhellenden Ausflug in die Welt der Insolvenzverwaltung leitet er seit 2014 für die Berliner Stadtmission die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle (SIB) für den Berliner Justizvollzug und seit 2020 schwerpunktmäßig die SIB für Kleinselbstständige, der einzigen spezialisierten Beratungsstelle in Deutschland.

Er bildet seit vielen Jahren an den Fachhochschulen Koblenz und Düsseldorf den Schuldnerberatungsnachwuchs aus und war fast 5 Jahre Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e. V.. Zuletzt hat er den Studierenden des Fachbereichs Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin in einem 3monatigen Seminar einen Einblick in die Praxis der Schuldner- und Insolvenzberatung gewährt.

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Veranstaltungen Veranstaltungen 2026

Masseunzulänglichkeit: Was kann man richtig, was kann man falsch machen?“

Am 3. März 2026 fand folgende Veranstaltung statt:

„Masseunzulänglichkeit: Was kann man richtig, was kann man falsch machen?“
RiAG Frank Frind

Masseunzulänglichkeit ist in Anbetracht der in den letzten Jahren deutlich zunehmenden Verfahren mit geringen Massen weniger Ausnahme- denn Regelzustand im Insolvenzverfahren. Sie ist ein rechtlich wenig geregelter „Zustand“ und zudem enorm haftungsträchtig. DER Vortrag befasst sich fokussiert mit (zum Teil sehr strittigen) Hauptproblemen der Masseunzulänglichkeit und bezieht insbesondere die Zusammenarbeit Verwalter- Gericht und die Rechtsprechungsentscheidungen der letzten drei Jahre ein.

Der Referent:

RiAG Frank Frind hat nahezu 30 Jahre gerichtliche Erfahrung im Insolvenzrecht und publiziert fortlaufend zu dessen Problemen. Er ist Mitglied des Vorstandes des „Bundesarbeitskreises der Insolvenzgerichte e. V.“, Beiratsmitglied des „Norddeutschen Insolvenzforums e. V.“ und des „BS Inso e.V.“, sowie Herausgeber und Mitverfasser von verschiedenen Handbüchern zum Insolvenzrecht, zuletzt „Best practice-Insolvenz- und Sanierungsverwaltung“ (RWS-Verlag 2025) und einem „Praxishandbuch Privatinsolvenzrecht“ (Nomos Verlag) in 4. Auflage 2026 und kommentiert in vier insolvenz- und sanierungsrechtlichen Kommentaren. Er ist Mitherausgeber der „ZInsO“ und war Sachverständiger des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestags. In seinen Fortbildungsvorträgen beschäftigt er sich mit allen Facetten des Insolvenzrechts, insbesondere mit der Rezeption aktueller praktischer insolvenzrechtlicher Fragen.