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Am 26. Juni 2002 fand statt:
Vortrag und Diskussion

"Sozialeinrichtungen in der Insolvenz"
Referent:
Dr. Michael Rosenbaum
Rosenbaum und Nagy Unternehmensberatung Köln

Moderation:
Udo Feser

In den Zeiten knapper werdender Finanzen sehen sich die Insolvenzgerichte und Insolvenzverwalter sowie Unternehmensberater zunehmend Insolvenzanträgen sozialer Einrichtungen sowie Krankenkassen ausgesetzt.

Schlagzeilen wie "Insolvenzverwalter übernimmt Geschäftsführung beim Roten Kreuz" oder "Krankenhaus stellt Insolvenzantrag" zeigen, dass die Insolvenzwelle auch vor sozialen Einrichtungen nicht halt macht.

Die Veranstaltung ging der Frage nach, welche Besonderheiten bei Insolvenzanträgen sozialer Einrichtungen bestehen. Insbesondere wurden die Ursachen der Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung sowie mögliche Sanierungsmaßnahmen diskutiert.

Es wurde untersucht, ob das Insolvenzverfahren mit seinem Instrumentarium dazu geeignet ist Sanierungsmaßnahmen in sozialen Einrichtungen durchzuführen.

Der Insolvenzverwalter sieht sich dabei in einem Spannungsfeld zwischen den Vorgaben der Insolvenzordnung und den Wünschen und Forderungen der Träger der sozialen Einrichtungen (Senatsverwaltung, Bezirksämter, Mitarbeiter der sozialen Einrichtungen, Eltern, Krankenkassen). Dieses Spannungsfeld auszuleuchten und Lösungsansätze zu diskutieren war das Ziel der Veranstaltung.

Herr Dr. Rosenbaum hat sich auf die Sanierung und Beratung sozialer Einrichtungen und von Wohlfahrtsverbänden spezialisiert und konnte aus eigener Erfahrung berichten. Auch der Moderator, Rechtsanwalt Feser, berichtete aus eigener Erfahrung, ist seit dem 01.08.2001 Insolvenzverwalter des Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes.

Dr. Rosenbaum hat freundlicherweise seine Vortragsfolien (Powerpoint-Datei, 112 kb) für diese Stelle zur Verfügung gestellt.