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Mittwoch, den 24. Juni 1998, fand statt:
Vortragsveranstaltung
"Die Prüfung der Sanierungsfähigkeit im Rahmen der Insolvenzordnung"
mit Herrn Stb/WP Dr. Paul J. Groß

Dr.Gross & Schitag Unternehmensberatung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
Ort:
Industrie-und Handelskammer zu Berlin

Die Vorstellung von Herrn Dr. Groß erfolgte durch Herrn Dr. Lutz Mackebrandt, Gründungsmitglied des Berlin/Brandenburger Arbeitskreises für Insolvenzrecht e.V.:

Herr Dr. Groß ist geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Groß & Schitag Unternehmensberatung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Köln, die als Mitglied der Ernst & Young European Corporate Recovery Network Bestandteil eines internationalen Sanierungsverbundes ist. Darüber hinaus ist Herr Dr. Groß u.a. durch sein Buch "Sanierung durch die Fortführungsgesellschaften" einem weiten Fachpublikum bekannt geworden und hat ferner eine Vielzahl von Veröffentlichungen zu diesem Thema erarbeitet.


Dr. L. Mackebrandt


Dr. Paul J. Groß

Die Inhalte des Vortrages von Herrn Dr. Groß finden sich in seinem Aufsatz: "Die Prüfung der Sanierungsfähigkeit im Rahmen der Insolvenzordnung", in : "Wirtschaftsprüfer Kammer Mitteilungen", WPK-Sonderheft Dezember 1997, Dr. Otto Schmidt KG.
Aufgabe einer Sanierungsprüfung ist es, in einem Gesamturteil eine Feststellung darüber zu treffen, ob ein notleidendes Unternehmen sanierungsfähig ist, also ob es mit den vorhandenen Mitteln innerhalb einer vorgegebenen Zeit aus der gegewärtigen Krise in eine tragfähige strategische sowie beherrschbare operative Position überführt werden kann. Die wesentliche Basis des Insolvenzplanverfahrens wird die Untersuchung und Darlegung der Sanierungsfähigkeit der antragstellenden Unternehmungen sein. Ebenso wird sich der vorläufige Insolvenzverwalter mit dem grundsätzlichen Auftrag der Betriebsfortführung unter betriebswirtschaftlichen Aspekten auseinandersetzen müssen, so daß anzunehmen ist, daß das gewählte Thema für alle Verfahrensbeteiligten interessante Ansatzpunkte bieten wird.


Zur ersten Auflage der Sanierung der Fortführungsgesellschaft schrieb Professor Uhlenbruck 1983 eine auch wohl noch heute akturelle Stellungnahme:
"Wenn Jens Friedmann in der FAZ-Rezension schreibt, das Buch ist für Fachleute eine Delikatesse, so kann diesem trefflichen Urteil nur zugestimmt werden. Der deutsche Gesetzgeber hat bislang das Problem der Sanierung notleidender Unternehmen nicht in den Griff bekommen.Das Buch von Paul J. Groß zeigt aber in eindrucksvoller Weise mit einer Fülle von wertvollem Anschauungsmaterial, zahlreichen Fundstellen und fachübergreifender Literatur, daß die sogenannte freie Sanierung auch für den Fall des Inkrafttretens eines neuen Insolvenzrechts mit einem gesetzlich geregelten Reorganisationsverfahrens durchaus die Chance hat, neben dem gerichtlichen Verfahren zu bestehen."