|
|
|
|
|
|
|
|
|
Das Insolvenzverfahren und die Insolvenz allgemein als Problem des Wirtschaftsleben hat viele unterschiedliche Aspekte, welche der Insolvenzverein Ihnen in den letzten Jahren auszuzeigen versuchte. Die Probleme der von einer Insolvenz direkt und indirekt betroffenen Personen sind vielschichtig und unterscheiden sich je nach Verfahren und Stellung des Betroffenen. Für die meisten Bereiche und Problemlagen gibt es Lösungen oder zumindest Lösungsansätze. Aber ein großer und aufgrund seiner Auswirkungen auf eine Vielzahl von Personen wichtiger Bereich der Insolvenz wurde bislang kaum angesprochen: die Insolvenz von Staaten.
Erst seit Ende 2001 ist dieses Thema, ein Insolvenzverfahren (oder doch so etwas Ähnliches) für überschuldete Staaten einzurichten, dank einer Rede der stellvertretenden Chefin des IWF, Anne Krueger, auf der politischen Agenda. Was im Falle Argentiniens nicht mehr erreichbar sein wird, soll evtl. in Zukunft in geregelten Bahnen abgewickelt werden.
Wie diese Bahnen aussehen sollen, ist umstritten. Der u.a. vom US-amerikanischen Finanzministerium bevorzugten vertraglichen Lösung steht die vom IWF favorisierte Schaffung einer Verfahrensordnung gegenüber. Bei all dem handelt es sich um Neuland, dessen Größe zur Zeit nicht abschätzbar ist. Ob und wie Lösungen gewonnen werden können, ist bislang unklar.
Prof. Paulus erklärte den bisherigen Diskussionsstand und seine Lösungsansätze zur Schaffung eines angemessenen System.
Siehe auch: Aufsatz von Herrn Prof. Paulus in der ZRP 2002, 383