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Am 30. April 2014 fand statt
Vortragsveranstaltung
"
Der Insolvenzplan - Was prüft das Gericht?"
Referenten


Dr. Florian Stapper
Dr. Christoph Alexander Jacobi


Seit dem 01.01.2013 prüfen Insolvenzrichter/innen Insolvenzpläne. Der Insolvenzplan kann auch den Notar ersetzen (§ 225 a InsO). Der Ausweis von Vermögensgegenständen der Aktiv- und Passivseite der Vermögensübersicht sowie die Planung der insolventen Gesellschaft in Planbilanzen und Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen, aus denen sich eine Insolvenzplanquote ergeben kann, ermittelt der Insolvenzverwalter in der Praxis zusammen mit Wirtschaftsprüfer/innen / Steuerberater/innen. Sowohl Notare/innen als auch Wirtschaftsprüfer/innen / Steuerberater/innen absolvieren eine langjährige Spezialausbildung. Wirtschaftsprüfer/innen würden auf Grund des mit der Prüfung verbundenen Risikos bei der Prüfung von Planrechnungen insolventer Unternehmen einen besonderen Sorgfaltsmaßstab anwenden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was Insolvenzrichter/innen, die eine Ausbildung zum Notar/in bzw. Wirtschaftsprüfer/in / Steuerberater/in nicht durchlaufen haben, unter der kurzen Zeitvorgabe des § 231 Abs. 1 S. 2 InsO bei einem Insolvenzplan über die Vorlageberechtigung und die Gruppenbildung hinaus prüfen müssen. In der Literatur gehen die Ansichten auseinander: Muss das Gericht jede Einzelheit und jede Berechnung im Insolvenzplan und gegebenenfalls auch die Plananlagen rechnerisch, rechtlich und wirtschaftlich überprüfen? Oder muss das Gericht lediglich die korrekte Gliederung des Insolvenzplanes und die Existenz der Anlagen nach den §§ 229 f. InsO kontrollieren?


Dazu Aufsatz in der ZinsO 38/2014
"Der Insolvenzplan - Was prüft das Gericht?"